Dein Darm macht dir das Leben zur Hölle -- ich kenne das Gefühl.
Kein Arzt-Latein, keine Wunderpillen. Ich hatte jahrelang selbst Darmprobleme -- und mir selbst geholfen. Was bei mir funktioniert hat, teile ich hier.Dietmar Felber | Selbstexperiment-Journalist | darm-hilfe.deKein Experte. Kein Guru. Ich habe zwei Jahre lang selbst gelitten -- und mir selbst geholfen.
Darmsanierung selbst
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Was wirklich hilft -- ohne Arzt-Marathon und ohne Hokuspokus-Kur.
Welche Darmkrankheiten gibt es?
Reizdarm, Colitis, Morbus Crohn, Darmkrebs -- was du kennen solltest.
Tipps gegen
Verdauungsprobleme
Fünf Maßnahmen, die du heute noch umsetzen kannst.
Hey, meine lieben Mitleidenden. Wer mit Darmproblemen kämpft, weiß wie sich das anfühlt.
Zu den häufigsten Symptomen, die mit Verdauungsproblemen in Verbindung gesetzt werden, zählen:
- Bauchkrämpfe
- Durchfall
- Verstopfung
- Blähungen
- Völlegefühl
- Sodbrennen
- Erbrechen
- Fieber
Vollkornbrot war jahrelang mein Morgenritual. Bis mein Bauch mir irgendwann klargemacht hat, dass er das nicht mehr mitmacht. Krämpfe, Blähungen, dieses Druckgefühl das einfach nicht weggeht. Ich hab erst nach Monaten kapiert, dass der Auslöser direkt auf meinem Frühstücksteller lag.
Dein Darm ist ein empfindsames Organ. Er merkt sofort wenn etwas nicht stimmt -- und meldet sich dann auf seine ganz eigene Art.
Meistens unpassend. Meistens laut.
Die Ursachen dahinter sind aber erschreckend vielfältig, und das ist das eigentlich Frustrating an der Sache: Bauchkrämpfe, Durchfall, Verstopfung, Blähungen — dasselbe Symptom kann von einem Dutzend verschiedener Dinge kommen.
Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind dabei häufiger als viele denken. Laktoseintoleranz zum Beispiel — ein Enzymmangel der Milchzucker nicht richtig verdauen lässt — kann sich erst im Erwachsenenalter entwickeln. Das wissen die wenigsten. Man trinkt seit 30 Jahren Milch, und dann hört der Körper plötzlich auf mitzumachen. Fruktose ist ähnlich tückisch. Und Zöliakie — das ist nochmal was anderes, das ist eine Autoimmunerkrankung, kein „bisschen empfindlich auf Gluten“.
Kurze Abschweifung weil das wirklich wichtig ist:
Wer vermutet Zöliakie zu haben, soll bitte erst zum Arzt bevor er glutenfrei anfängt zu leben.
Wer schon glutenfrei isst wenn der Test gemacht wird, bekommt kein verwertbares Ergebnis mehr. Der Körper hat dann aufgehört die Antikörper zu produzieren. Das ist dann weg.
Bei mir war es Helicobacter pylori. Jahrelang unbemerkt. Der Arzt fand ihn bei der Spiegelung, behandelte ihn mit Antibiotikum — und hakte den Fall ab. „Da ist nicht viel.“ Aber ich konnte danach immer noch nicht alles essen. Was ich dann in sechs Monaten Selbststudium rausgefunden habe, hätte mir jemand früher sagen können.
Entzündungen im Darm sind nochmal ein eigenes Kapitel. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Divertikulitis — das sind Erkrankungen bei denen Eigeninitiative an ihre Grenzen kommt. Morbus Crohn kann den gesamten Verdauungstrakt befallen, Colitis sitzt im Dickdarm, beides läuft in Schüben. Das braucht medizinische Begleitung.
Und Divertikulitis tritt meist bei älteren Menschen auf, macht sich durch Schmerzen links unten im Bauch bemerkbar — manchmal auch Blut im Stuhl, was immer ein Zeichen ist sofort zum Arzt zu gehen.
Bitte zum Arzt, nicht morgen, wenn du folgendes bemerkst:
- Blut im Stuhl — auch nur einmal, auch nur ein bisschen
- ungewollter Gewichtsverlust ohne dass du eine Diät machst
- Schmerzen die sich über Wochen verändern oder schlimmer werden
- Stuhlgang der sich dauerhaft verändert hat
- Erschöpfung die nach dem Schlafen nicht besser wird
Das sind keine „wird schon wieder“-Signale.

Darmvorsorge für Zuhause
Um den Arzt bei der richtigen Diagnose zu unterstützen kann man sich schon vorher selbst auf bestimmte Erreger Zuhause testen. Gerade bei den häufig, wie oben beschriebenen Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Laktoseunverträglichkeit, Glutenunverträglichkeit und auf Helicobacter pylori. Hierzu gibt es im Internet gute Testmöglichkeiten, die versuchen, die Beschwerden und Symptome so genau wie möglich zu erfassen.
Ein Beispiel einer solchen Homepage, auf der solche Tests durchführbar sind, ist https://www.zuhausetest.de/.

Und dann ist da noch der Reizdarm.

Der nervöse Darm. Die Diagnose die du kriegst wenn alles andere ausgeschlossen ist — und die sich trotzdem wie eine Niederlage anfühlt. Keine Entzündung. Kein Tumor. Alles in Ordnung.
Und trotzdem Krämpfe, Durchfall, Verstopfung, manchmal abwechselnd innerhalb einer Woche. Heilbar ist das Reizdarmsyndrom nicht.
Aber mit der richtigen Ernährung, weniger verarbeiteten Lebensmitteln und dem Rausfinden was bei dir persönlich den Bauch auf Krawall bürstet, lässt sich das Ding zähmen.
Was im Alltag hilft

langsam essen, viel trinken, blähende Sachen wie Kohl oder Hülsenfrüchte erstmal weglassen und schauen was passiert, Kümmel und Fenchel statt Ibuprofen, Trockenpflaumen bei Verstopfung. Bewegung. Klingt banal — wirkt aber. Mehr zu den einzelnen Themen findest du in den Artikeln auf dieser Seite.